{"id":2603,"date":"2015-01-13T18:14:01","date_gmt":"2015-01-13T16:14:01","guid":{"rendered":"http:\/\/bss-erfurt.de\/cms\/?p=2603"},"modified":"2015-02-25T09:45:37","modified_gmt":"2015-02-25T07:45:37","slug":"wie-lange-kontoauszuege-aufbewahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bss-erfurt.de\/cms\/?p=2603","title":{"rendered":"Wie lange Kontoausz\u00fcge aufbewahren?"},"content":{"rendered":"<p>Wenn die Ordner mit den Kontoausz\u00fcgen immer dicker werden, fragt man sich h\u00e4ufig, wann man die Belege endlich entsorgen k\u00f6nnen. Eine gesetzliche Aufbewahrungspflicht gibt es f\u00fcr Privatleute nur in Ausnahmef\u00e4llen. Doch es kann sinnvoll sein, die Kontoabrechnungen trotzdem einige Zeit zu behalten.<\/p>\n<p><strong>Diese Unterlagen m\u00fcssen aufgehoben werden<\/strong><br \/>\nZahlungsbelege f\u00fcr Handwerker- oder Dienstleistungen rund um Grundst\u00fcck und Geb\u00e4ude m\u00fcssen bis zu zwei Jahre lang aufbewahrt werden. Dabei geht es aber nicht um die Finanzen des Kunden, sondern der Fiskus will im Bedarfsfall kontrollieren k\u00f6nnen, ob ein Unternehmen die Umsatzsteuer korrekt ausgewiesen hat. Die Frist beginnt zum Ende des jeweiligen Kalenderjahres zu laufen.<\/p>\n<p><strong>Sonderpflichten f\u00fcr Besserverdiener<\/strong><br \/>\nF\u00fcr Privatpersonen mit positiven Eink\u00fcnften von mehr als 500.000 Euro im Jahr besteht eine besondere Aufbewahrungsfrist f\u00fcr Kontoausz\u00fcge von sechs Jahren.<\/p>\n<p><strong>Drei Jahre Aufbewahrung sind empfehlenswert<\/strong><br \/>\nDoch auch f\u00fcr Verbraucher mit niedrigeren Eink\u00fcnften kann es sinnvoll sein, die Bankbelege freiwillig einige Jahre lang aufzuheben. Vor allem bei gr\u00f6\u00dferen Anschaffungen oder Investitionen l\u00e4sst sich dann mithilfe des Kontoauszugs auch sp\u00e4ter noch zweifelsfrei belegen, dass eine Zahlung tats\u00e4chlich geleistet wurde. Orientierung f\u00fcr die Aufbewahrungsdauer bietet die gesetzliche regelm\u00e4\u00dfige Verj\u00e4hrungsfrist. Sie beginnt mit dem Ende des Kalenderjahres, in dem die Zahlung erfolgt ist und betr\u00e4gt grunds\u00e4tzlich drei Jahre.<\/p>\n<p>Da sich die gesetzliche Gew\u00e4hrleistungsfrist f\u00fcr Handwerkerleistungen auf f\u00fcnf Jahre bel\u00e4uft, kann bei Arbeiten von Handwerkern auch eine entsprechend l\u00e4ngere Archivierung ratsam sein.<\/p>\n<p><strong>Elektronischer Kontoauszug gilt als Nachweis<\/strong><br \/>\nImmer mehr Bankkunden ziehen elektronische Kontoausz\u00fcge der papiergebundenen Form vor. Da stellt sich die Frage, ob die digitalen Belege im Ernstfall genauso als Zahlungsnachweis gelten. Das Bundesfinanzministerium hat den Finanz\u00e4mtern hierzu schon im M\u00e4rz 2006 eine klare Anweisung erteilt: Wenn ein Steuerpflichtiger einen Kontoauszug vorlegt, den eine Bank im unver\u00e4nderbaren PDF-Format erstellt hat, gilt seine Nachweispflicht als erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Tipp: Manche Banken bieten ein Online-Postfach an, in dem sie die elektronischen Kontoausz\u00fcge zum Beispiel drei Jahre lang zur Verf\u00fcgung stellen. Wer die Belege l\u00e4nger archivieren will, kann die Auszugs-Dateien auf den eigenen Computer herunterladen und zur Sicherheit regelm\u00e4\u00dfig eine Kopie auf einem separaten Speichermedium wie etwa einem USB-Stick anfertigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wenn die Ordner mit den Kontoausz\u00fcgen immer dicker werden, fragt man sich h\u00e4ufig, wann man die Belege endlich entsorgen k\u00f6nnen. Eine gesetzliche Aufbewahrungspflicht gibt es f\u00fcr Privatleute nur in Ausnahmef\u00e4llen. 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